Infrarotheizung: 5 wichtige Vor- und Nachteile
Die Infrarotheizung gilt als unkomplizierte und platzsparende Art zu heizen. Ob sie sich auch für Sie lohnt, hängt jedoch von einigen Faktoren ab, die Sie vor der Anschaffung abwägen sollten. Unser Überblick stellt die fünf wesentlichen Vorteile und fünf Nachteile von Infrarotheizungen gegenüber und ordnet ein, für welche Wohnsituation sich das System eignet.
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Das Wichtigste in Kürze
Inhalt
- Die Vor- und Nachteile der Infrarotheizung im Überblick
- Die 5 wichtigsten Vorteile der Infrarotheizung
- 5 mögliche Nachteile der Infrarotheizung
- So nutzen Sie die Vorteile der Infrarotheizung optimal
- Fazit: Für wen lohnt sich eine Infrarotheizung?
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Vor- und Nachteilen einer Infrarotheizung
Die Vor- und Nachteile der Infrarotheizung im Überblick
| Vorteile einer Infrarotheizung | Nachteile einer Infrarotheizung |
|---|---|
| Günstige Anschaffung und Montage, wartungsarm | Höhere Betriebskosten als bei einer Alleinheizung |
| Angenehmes Raumklima, beugt Schimmelbildung vor | Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Dämmung ab |
| Hohe Effizienz am Einsatzort, raumweise regelbar | Umweltbilanz abhängig vom Strommix |
| Schlank, flexibel und mietwohnungstauglich | Keine staatliche Förderung |
| Mit Ökostrom oder Photovoltaik emissionsarm | Als Alleinheizung im ungedämmten Altbau ungeeignet |
Die 5 wichtigsten Vorteile der Infrarotheizung
1. Vorteil: Günstige Anschaffung und Montage
Kaum ein Heizsystem ist so schnell einsatzbereit wie eine Infrarotheizung. Infrarotpaneele kommen ohne Heizkessel, Wasserkreislauf und Rohrleitungen aus und lassen sich mit geringem Aufwand montieren. Da bewegliche Bauteile fehlen, bleibt der Betrieb weitgehend wartungsarm und die Anschaffung entsprechend günstig.
2. Vorteil: Angenehmes Raumklima und Schutz vor Schimmel
Anders als eine Konvektionsheizung erwärmt Infrarot nicht die Raumluft, sondern gibt Strahlungswärme direkt an Wände, Böden und Gegenstände ab. Das erzeugt ein gleichmäßiges Wärmeempfinden und hält den Staubanteil in der Luft gering. Da die Wandoberflächen trockener bleiben, kann eine Infrarotheizung gegen Schimmel vorbeugen und so das Raumklima verbessern.
3. Vorteil: Hohe Effizienz am Einsatzort
Die gesamte aufgenommene elektrische Energie wird unmittelbar in Wärme umgewandelt, ohne Verluste über einen Heizkreislauf. Da sich jedes Paneel einzeln regeln lässt, beheizen Sie gezielt nur die tatsächlich genutzten Räume und vermeiden unnötigen Verbrauch in Nebenräumen.
4. Vorteil: Schlank, flexibel und mietwohnungstauglich
Infrarotheizungen sind als Wand-, Decken- und Standgerät sowie als Bild- oder Spiegelvariante erhältlich und fügen sich unauffällig in die Einrichtung ein. Da für die Montage keine baulichen Eingriffe nötig sind, eignen sie sich auch für Mietwohnungen und für Räume ohne Platz für klassische Heizkörper.
5. Vorteil: Mit Ökostrom oder Photovoltaik emissionsarm
Im Betrieb verursacht eine Infrarotheizung vor Ort weder Abgase noch Verbrennungsrückstände. Wie klimafreundlich sie insgesamt ausfällt, bestimmt die Herkunft des Stroms, mit dem sie betrieben wird. Mit Ökostrom oder selbst erzeugtem Solarstrom zum Heizen mit Photovoltaik, verbessert sich die Umweltbilanz deutlich und der Betrieb wird unabhängiger von steigenden Strompreisen.
5 mögliche Nachteile der Infrarotheizung
1. Nachteil: Höhere Betriebskosten als bei einer Alleinheizung
Strom kostet pro Kilowattstunde deutlich mehr als Gas, Öl oder die von einer Wärmepumpe genutzte Umweltwärme. Deckt eine Infrarotheizung den gesamten Wärmebedarf eines Hauses, fallen die laufenden Kosten daher höher aus als bei einer Wärmepumpe oder Pelletheizung. Wer den Stromverbrauch einer Infrarotheizung vorab berechnet, kann diese Kosten realistisch einschätzen.
2. Nachteil: Die Dämmung entscheidet über die Wirtschaftlichkeit
Kein Faktor beeinflusst die Wirtschaftlichkeit einer Infrarotheizung so stark wie der Dämmzustand des Gebäudes. In einem gut gedämmten Haus hält der Baukörper die Wärme, während sie in einem schlecht gedämmten Gebäude rasch entweicht und den Energieverbrauch in die Höhe treibt. Eine nüchterne Einschätzung des energetischen Zustands sollte deshalb am Anfang jeder Entscheidung stehen.
3. Nachteil: Umweltbilanz abhängig vom Strommix
Eine Infrarotheizung ist nur so umweltfreundlich wie der Strom, mit dem sie betrieben wird. Aus überwiegend fossil erzeugtem Netzstrom entsteht keine klimaneutrale Wärme. Ihren ökologischen Vorteil entfaltet die Technik erst mit zertifiziertem Ökostrom oder selbst erzeugter Solarenergie.
4. Nachteil: Keine staatliche Förderung
Anders als Wärmepumpen, Biomasse- oder Fernwärmelösungen ist die Infrarotheizung von der staatlichen Heizungsförderung ausgenommen. Ihr finanzieller Vorteil liegt somit vor allem in den niedrigen Anschaffungskosten und nicht in möglichen Zuschüssen. Bei heatness® profitieren Sie stattdessen regelmäßig von herstellereigenen Aktionen – aktuell 10 % Rabatt auf die Anschaffung.
5. Nachteil: Als Alleinheizung im ungedämmten Altbau ungeeignet
In einem wärmeintensiven, unsanierten Altbau kann die Infrarotheizung ihre Vorzüge nicht ausspielen. Als alleiniges Heizsystem ist sie dort selten wirtschaftlich. Sinnvoller sind in diesem Fall eine Holz- oder Pelletheizung oder eine energetische Sanierung in Verbindung mit einer Wärmepumpe.
So nutzen Sie die Vorteile der Infrarotheizung optimal
Mit den folgenden Maßnahmen holen Sie das Beste aus Ihrer Infrarotheizung heraus und entschärfen zugleich ihre größten Schwächen:
- Auf einen guten Dämmstandard achten: In einem gut gedämmten Raum bleibt die Strahlungswärme dort, wo sie gebraucht wird, und die Stromkosten bleiben niedrig. Vor dem Einbau sollte deshalb der energetische Zustand des Raums geprüft werden.
- Mit Ökostrom oder eigener Photovoltaik betreiben: Selbst erzeugter Solarstrom senkt die Betriebskosten spürbar und verbessert die Umweltbilanz. So wird aus der größten Kostenfrage ein planbarer Faktor.
- Die Paneele richtig platzieren: Am wirkungsvollsten arbeitet eine richtig platzierte und montierte Infrarotheizung mit freier Abstrahlfläche, ohne Verdeckung durch Möbel und mit ausreichend Abstand zu großen Fensterflächen.
- Mit Thermostat und Zeitsteuerung regeln: Da sich jedes Paneel einzeln ansteuern lässt, beheizen Sie gezielt nur die genutzten Räume und nur zu den benötigten Zeiten. Das vermeidet unnötigen Verbrauch.
- Gezielt als Zusatz- oder Übergangsheizung einsetzen: In einzelnen Räumen, im Badezimmer oder in der Übergangszeit spielt Infrarot ihre Stärken besonders aus, ohne den gesamten Wärmebedarf allein tragen zu müssen.
Fazit: Für wen lohnt sich eine Infrarotheizung?
In gut gedämmten Räumen, im Neubau, in der Mietwohnung oder als ergänzende Heizung überzeugt die Infrarotheizung durch geringe Anschaffungskosten, einfache Montage und wartungsarmen Betrieb. Für die vollständige Beheizung eines ungedämmten Altbaus ist sie dagegen selten das wirtschaftlichste Heizsystem. Stimmen Dämmung und Stromquelle, wird die Infrarotheizung zu einer günstigen und emissionsarmen Wärmelösung.