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Infrarotheizung im Wohnzimmer: Als Zusatzheizung sinnvoll? 2019-08-12T13:54:55+00:00

Infrarotheizung im Wohnzimmer: Als Zusatzheizung sinnvoll?

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Immer mehr Haushalte schaffen sich eine Infrarotheizung als Zusatzheizung an. Besonders im Wohnzimmer wird diese gerne eingesetzt, weil sie eine wohlige Wärme erzeugt und den gesamten Raum angenehm erwärmt. In einem großen Zimmer, wie zum Beispiel dem Wohnzimmer, sorgt die Strahlenwärme für eine Einsparung an Heizenergie. Ob die Infrarotheizung als Zusatz zur herkömmlichen Heizung in Ihrem Wohnzimmer Sinn macht und worauf Sie bei einem Kauf sonst noch achten sollten, erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber.

Die Infrarotheizung als Zusatzheizung im Wohnzimmer

Bevor man sich eine Infrarotheizung (kurz IR-Heizung) kauft, sollte man einige Aspekte beachten. Die Größe der Infrarotheizung, Funktionen und der Preis sind dabei wesentliche Faktoren. Ausschlaggebend ist auch, ob das Paneel als Zusatzheizung verwendet wird oder ob es ein anderes Heizsystem komplett ersetzen soll.

Wann benötigt man eine Zusatzheizung?

Die Infrarotheizung wird gerne als Zusatzheizung ausgewählt, weil sie sich optimal und sehr einfach mit den bereits vorhandenen Heizsystemen verbinden lässt. Die Vorteile, die daraus resultieren, sind vor allem in der Praxis zu finden: Wohlige Wärme, angenehme Lufttemperatur und energieeffizientes Heizen sind nur einige wenige Vorteile, die eine Infrarotheizung in sich verbindet.

Die Frage danach, ob man eine Zusatzheizung benötigt, wird oft zu Beginn der Recherche rund um Infrarotheizungen gestellt. Viele meinen, dass auch ein kleiner elektrischer Ofen helfen kann, um zumindest in den kalten Jahreszeiten eine zusätzliche Wärmequelle herzustellen. Dieser ist aber sehr laut und sperrig und kann nur sehr kleine Räume heizen – für das Wohnzimmer also auf mehreren Ebenen unbrauchbar.

Folgende Faktoren machen den Einsatz einer Infrarotheizung als Zusatzheizung im Wohnzimmer sinnvoll:

  • Übergangszeit: Immer öfter erleben wir extreme Temperaturunterschiede innerhalb weniger Tage. Während es Anfang September noch angenehm warm war, scheint eine Woche später bereits der Winter vor der Türe zu stehen. Auf Temperaturschwankungen in der Übergangszeit kann mit der Hauptheizung nur langsam reagiert werden oder manchmal, wenn die Zentralheizung von Dritten an- und abgeschaltet wird, gar nicht.
  • Flexibles Heizen: Freie Infrarotpaneele, die nicht fix an der Wand verschraubt sind, ermöglichen ein flexibles Heizen. Das bedeutet, dass das Paneel gerade dort verwendet wird, wo Sie eine wohlige Wärme wünschen. Während des Tages im Arbeitszimmer am Schreibtisch, abends in der Nähe des Sofas. Durch die rasche Aufwärmphase kann schnell und ortsunabhängig auf Kälte reagiert
  • Schimmelbefall: Durch den Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter kommt es zu einem erhöhten Feuchtigkeitsgehalt in den Wänden. Problemzonen sind oftmals die Ecken eines Raumes, dunkle Flecken sind Anzeichen dafür, dass sich der Schimmel bereits bis auf die Wandoberfläche ausgebreitet hat.
  • Feuchtigkeitsentzug: Durch die Strahlen kann ein Infrarotpaneel die Wände erwärmen, die Feuchtigkeit wird nach außen abgegeben sie lässt sich gar nicht erst nieder. Auf diese Art kann der Schimmel langfristig vermieden werden.
  • Leichte Montage: Die Montage ist sehr einfach, das Paneel wird aufgestellt und angesteckt. Wenn man es an der Wand fix verschrauben will, so ist dies schnell und einfach mit dem mitgelieferten Montagematerial erledigt. Langwierige und teure Installationen, wie man es von herkömmlichen Heizungen kennt, fallen bei der IR-Heizung weg.
  • Vorteilhafter Betriebsmodus: Die Temperatur kann angepasst an das eigene Wärmeempfinden eingestellt werden und das Paneel erhitzt sich relativ rasch. Außerdem ist die Infrarotheizung leise, platzsparend und sieht zudem sehr edel aus. Manchmal lässt sich das Paneel gar nicht erkennen, wenn es beispielsweise als Wandbild realisiert wird.

Wo kann man die Infrarotheizung verwenden?

In der Regel kann die Infrarotheizung in jedem Raum problemlos eingesetzt werden. Als Zusatzheizung bietet sie sich vor allem im Wohnzimmer an, da man es hier als Aufenthaltsort in der kalten Jahreszeit oder an den unbequemen Tagen der Übergangszeit besonders warm und kuschelig haben will. Das punktuelle Beheizen wird mit der Infrarotheizung leicht möglich. Man kann das Paneel entweder fix an der Wand montieren oder sich für eine mobile Heizplatte entscheiden.

Diese kann unabhängig von einem Standort in den Räumen eingesetzt werden. Die Größe des Paneels hängt von der Größe Ihres Wohnzimmers ab. In einer professionellen Beratung wird man Ihnen abhängig von der Raumgröße eine bestimmte Größe des Paneels empfehlen. So wird ein optimaler Heizeffekt im gesamten Wohnzimmer erzielt.

Bei Wohnungen in einem Altbau muss individuell entschieden werden, ob ein Heizen mit Infrarot Sinn macht. Dies hängt von der Dämmung des Hauses ab, die beispielsweise auf Grund einer Sanierung verbessert wurde. Wenn man sich also überlegt, eine Infrarotheizung im Wohnzimmer eines Altbaus anzuschaffen, dann sollte man unbedingt einen Experten fragen. Nur eine professionelle Beratung kann Aufschluss darüber geben, ob eine Infrarotheizung eine gute Lösung für Sie ist.

Wie funktioniert die Infrarotheizung überhaupt?

Eine Infrarotheizung basiert auf Strahlenwärme. Durch Wärmestrahlung, vom Paneel abgegeben, wird die Umgebung des Paneels erwärmt und nicht die Raumluft. Die Temperatur an den Wänden, an den Böden und anderen Gegenständen im Raum steigt, ähnlich wie wenn sie Sonnenstrahlen ausgesetzt wären. So entsteht eine ausreichende Wärme, ohne dass die Raumluft stark erhitzt wird. Aus diesem Grund kommt es selbst in starken Heizperioden, wenn draußen eiskalte Temperaturen herrschen, zu keiner unangenehmen und trockenen Luft.

Der Körper wird durch die Strahlen aufgewärmt, man fühlt sich angenehm warm. Da die Umgebung der Infrarotheizung und ihre Gegenstände erhitzt werden, erzielt man mit dem Paneel einen langfristigen Heizeffekt. Die gespeicherte Wärme in den Gegenständen des Wohnzimmers wird nach und nach abgegeben. Dieser Vorgang findet auch noch statt, nachdem das Paneel längst abgeschaltet wurde.

Heizen mit Infrarot

Erfahrung mit Infrarotheizung im Wohnzimmer: Vorteile

Immer mehr Haushalte verwenden eine Infrarotheizung als Zusatzheizung, sehr oft für das Wohnzimmer, weil sich hier klein und groß gerne aufhaltet und individuell auf das Wärmeempfinden reagiert werden kann. Vor allem die angenehme Temperatur im Raum, die gesundheitlichen Vorteile und die Schimmelbekämpfung sind unschlagbare Vorteile in der Verwendung von Infrarotheizungen.

✓ Angenehme Temperatur im Wohnzimmer

Die gespeicherte Wärme in den Gegenständen wird nach und nach abgegeben. Wie das funktioniert, haben wir bereits im vorherigen Absatz geschildert. Die Wärme, die vom Paneel ausgeht, beschreiben unsere Kunden als äußert angenehm. Die Raumluft ist weder heiß noch trocken, der Körper erwärmt sich durch die Strahlen und das verhindert, dass man sich überhitzt fühlt.

✓ Gesundheitliche Vorteile für die ganze Familie

Die warmen Strahlen der Infrarotheizung erweitern die Gefäße, dadurch wird die Durchblutung verbessert, was durchaus einen positiven Effekt für den Körper hat. Schmerzen bei Muskelverspannungen können so beispielsweise gelindert werden. Die Funktionsweise der Infrarotheizung ist für Asthmatiker und Allergiker von Vorteil: Durch die Strahlenwärme wird keine Luft im Raum aufgewirbelt, das heißt, dass Staub und Pollen nicht durch den Raum fliegen.

✓ Schimmel im Wohnzimmer erfolgreich vermeiden und beseitigen

Auch Schimmel wird vorgebeugt, weil die Infrarotstrahlen die Wände erwärmen. Feuchtigkeit wird so entzogen und dem Schimmel wird der Nährboden genommen. Die Luftfeuchtigkeit im Raum bleibt ebenfalls in einem guten Verhältnis zur Raumtemperatur, das kommt wiederum den Schleimhäuten und trockenen Augen zugute. Trockene Schleimhäute können das Entstehen von Krankheiten begünstigen.

Schimmel wird durch zu viel Feuchtigkeit in den Wänden verursacht. Diese entsteht unter anderem durch Faktoren innerhalb des Hauses. Kochen oder das Halten von Pflanzen und Aquarien sind in vielen Wohnzimmern alltägliche Beschäftigungen. Aus diesem Grund sollte in diesem Raum, wo die ganze Familie viele Stunden gemeinsam verbringt, auf keinen Fall ein gesundheitliches Risiko eingegangen werden.

Bei erhöhter Schimmelgefahr im Wohnzimmer ist es also durchaus sinnvoll, eine Schimmelbildung durch eine Infrarotheizung im Vorhinein zu vermeiden. Schimmel ist manchmal sehr schwer wieder weg zu bekommen, also ist es besser, wenn er gar nicht erst entsteht.

Infrarotheizung als Zusatzheizung: Kosten und Montage

Die letzten zwei Faktoren, die Sie vor dem Kauf einer Infrarotheizung wahrscheinlich beschäftigen, sind die Kosten in der Anschaffung und beim Heizen selbst sowie die richtige Montage des Paneels. Sehen wir uns das also etwas genauer an.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Die Anschaffungskosten einer Infrarotheizung sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen sehr gering. Wenn man sich für Infrarotheizungen interessiert, dann wird auch die Frage nach den Stromkosten interessant sein. Generell gilt:

Die Stromkosten hängen von der Dämmqualität Ihrer Wohnung bzw. des Hauses ab. Pro Kubikmeter benötigt man ca. 25 Watt Heizleistung. Wenn man beispielsweise ein Wohnzimmer mit durchschnittlicher Raumhöhe von ca. 20 m2 heizen will, benötigt man ein Paneel mit einer Leistung von ca. 1.200 Watt.

Abhängig von den Kilowattstunden und den monatlichen Stromkosten kann dann weitergerechnet werden, ausgehend von einem Wohnzimmer mit 20 m2 bei 2,5 Meter Raumhöhe hieße das:

Wie wird die Infrarotheizung richtig montiert?

Oftmals steht man bei der Installation eines Heizsystems vor dem Problem, dass die Montage sehr kompliziert und teuer ist und unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden muss. Bei Infrarotheizungen ist das anders, denn diese kann man auch selbst montieren. Mit Hilfe der mitgelieferten Montageanleitung und Materialien kann diese an der Wand, an der Decke oder mobil installiert werden. Dies hält die Anschaffungskosten weiterhin sehr gering.

Fazit

Ob die Infrarotheizung im Wohnzimmer als Zusatzheizung für Sie sinnvoll ist, hängt im Endeffekt natürlich von individuellen Faktoren, wie zum Beispiel der Bauweise des Hauses, ab. Auf jeden Fall ist ein Infrarotpaneel platzsparend, schick und praktisch. Der Heizbedarf kann auch in der Übergangszeit gedeckt werden und das Paneel setzt man standortunabhängig ein.

Mit Vorteilen wie der wohligen Wärme, der gesunden Raumluft und der Schimmelvorbeugung ist die Infrarotheizung als Zusatzheizung im Wohnzimmer allemal eine Überlegung wert. Wenn Sie sich für die Infrarotheizung entschieden haben, dann stehen Ihnen jedenfalls angenehm warme Stunden in Ihrem Wohnzimmer bevor.

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