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Die ideale Raumtemperatur für Ihre Wohnräume 2019-03-12T12:46:31+00:00
Die optimale Zimmertemperatur für Ihre Wohnräume

Die ideale Raumtemperatur für Ihre Wohnräume

Die Temperatur in der Wohnung beeinflusst nicht nur, ob wir uns dort wohlfühlen, sondern hat auch Effekte auf Gesundheit und Umwelt. Aus diesem Grund sollten die eigenen vier Wände stets optimal temperiert sein. Wovon eine ideale Raumtemperatur abhängt und was genau dabei als „optimal“ gilt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Warum ist die Zimmertemperatur wichtig?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Raumtemperatur wesentlich zu dem eigenen Wohlbefinden in der eigenen Wohnung beiträgt. Allerdings hat der Wärmezustand der einzelnen Räume noch Einfluss auf weitaus mehr.

Gesundheitliche Folgen

Wenn zu wenig oder zu viel geheizt wird, kann das unangenehme Folgen für das Immunsystem haben. Vor allem trockene Hitze in Verbindung mit niedriger Luftfeuchtigkeit führt schnell zu trockenen Schleimhäuten. Dort siedeln sich Viren und Bakterien an, was Krankheitsbeschwerden begünstigt.

Der richtige Wärmegrad in der Wohnung kann sich jedoch auch auf die Psyche auswirken. Schließlich kann es uns nur dann wirklich gut gehen, wenn die Temperatur an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Wer zu kalt oder zu warm hat, wird allzu schnell launisch und gereizt.

Hohe Kosten

Wenn die Temperatur in Wohnräumen zu hoch ist, werden unnötig hohe Heizkosten bezahlt. Dagegen können kleine Veränderungen bereits einen einschlägigen Effekt haben. Pro Grad, der weniger eingestellt wird, können so bis zu 6% Heizenergie gespart werden.

Umweltschutz

Gerade wenn fossile Energiequellen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas benutzt werden, wirkt sich ein hoher Heizverbrauch besonders schlecht auf die Umwelt aus. Auf diese Weise werden jährlich Millionen Tonnen CO2 an die Umwelt abgegeben, was maßgeblich zur Luftverschmutzung und Erderwärmung beiträgt. Umweltfreundlichere Heizmethoden wie Infrarotheizungen sind indes zu bevorzugen, sofern Ökostrom verwendet wird.

Raumtemperatur messen

Mit Thermostatventilen können bei konventionellen Heizkörpern der Wärmegrad in jedem Raum ermittelt und eingestellt werden. Dabei wird die Raumlufttemperatur regelmäßig gemessen und der Heizkörper so geregelt, dass die Wärme konstant bleibt.

Raumtemperatur messenBei Infrarotheizungen sind programmierbare, elektrische Thermostate in der Lage, die Temperatur in jedem einzelnen Raum automaisch zu bestimmten Uhrzeiten zu erhöhen oder zu senken. Auf diese Weise kann etwa eingestellt werden, dass weniger geheizt wird, wenn man morgens aus dem Haus geht, die Temperatur jedoch von selbst erhöht wird, sobald man abends wiederkommt. Somit können etwa durchschnittlich 10% Heizkosten gespart werden.

Wann ist der ideale Wärmegrad erreicht?

Wann eine Innentemperatur als optimal angesehen wird ist sehr subjektiv. Was den einen frieren lässt, empfindet der nächste vielleicht schon fast wieder als zu warm. In erster Linie sollte bei der Innentemperatur daher immer das persönliche Wohlbefinden eine Rolle spielen. Wie warm es zuhause sein soll hängt allerdings auch von den Aktivitäten der Bewohner ab. Wer sich viel bewegt und oft aufsteht benötigt weniger Wärme, wer sich hingegen weniger körperlich betätigt, braucht es wärmer.

So raten die meisten Experten zu einer ungefähren Zimmertemperatur zwischen 19 und 23 Grad. Generell kann jedoch gesagt werden, dass sich die ideale Temperatur nach dem jeweiligen Verwendungszweck des Raumes richtet. Da man sich in Wohnräumen mehr aufhält, sollten diese auch etwas wärmer sein als Schlafräume.

Optimale Temperatur im Schlafzimmer

Das Schlafzimmer benötigt vor allem tagsüber weniger Wärme, weil es dann in der Regel nicht benützt wird. Es empfiehlt sich, die Türe zu schließen, damit sich die warme Luft vom Flur oder Wohnzimmer nicht mit der kalten vermischt und so eine höhere Heizleistung erfordert wird.

In der Nacht sollte der Körper seine Temperatur von rund 36 Grad problemlos halten können und dennoch weder frieren noch schwitzen. Die optimale Schlaftemperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad. Selbst wer besonders kälteempfindlich ist, sollte nicht auf mehr als 20 Grad heizen. Zudem empfiehlt sich vor dem Schlafengehen noch ein kurzes Stoßlüften, um in der Nacht genügend frische Luft im Zimmer zu haben.

Temperatur im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist häufig der Raum im eigenen Heim, in dem man sich die meiste Zeit über aufhält. Weil dort in der Regel wenig körperliche Betätigung stattfindet, und vor allem um ein gemütliches Beisammensitzen zu garantieren, darf es dort ruhig ein bisschen wärmer sein. 20 – 23 Grad sind dabei ideal, um die Innentemperatur als angenehm zu empfinden und sich wohlzufühlen.

optimale Raumtemperatur für Babys und KleinkinderRaumtemperatur für das Baby

Wer Babys oder Kleinkinder hat, sollte darauf achten, dass deren Schlafzimmer etwas wärmer als das Wohnzimmer ist, damit die Kinder auf keinen Fall auskühlen. So sind tagsüber durchaus Temperaturen von 22 – 23 Grad erforderlich. In der Nacht kann jedoch auf 18 Grad abgekühlt werden.

Wenn die Kinder dann größer werden, benötigen sie dementsprechend etwas weniger Wärme und so kann die Zimmertemperatur in etwa an jene des Wohnzimmers angepasst werden.

Temperatur in der Küche

Der Wärmegrad der Küche sollte niedriger sein als in anderen Räumen in der Wohnung. Der Grund dafür ist, dass Küchengeräte, wie etwa Herd und Ofen von selbst Wärme abstrahlen, wodurch sich die Temperatur ohnehin schon erhöht.

Da in der Küche meist auch noch körperlich gearbeitet wird, reicht eine Zimmertemperatur von etwa 18 – 20 Grad.

Wärmezustand im Badezimmer

Das Wärmebedürfnis ist im Badezimmer etwas höher als im Rest der Wohnung. Um nach dem Duschen nicht zu frieren, sollte die optimale Raumtemperatur daher bei etwa 22 – 23 Grad liegen.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit, die im Bad entsteht ist es außerdem wichtig, immer ausreichend zu lüften, damit sich kein Schimmel bildet.

Optimale Raumtemperatur im Winter

Vor allem im Winter sollte die Waage zwischen zu hohen und zu niedrigen Zimmertemperaturen gefunden werden. Die Heizung sollte jedoch nie komplett ausgeschaltet werden, da das Aufheizen eines komplett ausgekühlten Zimmers mehr Energie kostet, als die Heizung bei mittlerer Temperatur laufen zu lassen.

Stellen Sie die Heizung beim Verlassen der Wohnung und vor dem Schlafengehen daher einfach auf eine niedrige Stufe, sodass sichergestellt wird, dass die Raumtemperatur nie unter 15 Grad fällt. Auf die Weise ist es selbst in der kalten Jahreszeit zuhause immer angenehm warm.

Wer also darauf achtet, die Innentemperaturen in Wohnräumen immer im jeweiligen Idealbereich zu halten, sorgt für ein gesundes Wohlbefinden, kann Heizkosten sparen und einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Um dabei noch einen Schritt weiter zu gehen, sollte den fossilen Brennstoffen möglichst rasch abgedankt werden und stattdessen auf Solarenergie oder Infrarot umgestiegen werden, um noch mehr Kosten zu sparen.